Schwarzmalen mit Unfallzahlen

Lasst euch nicht einreden, dass das Radfahren immer gefährlicher wird! Der Anteil des Radverkehrs steigt, und das ist gut so. Für alle Verkehrsteilnehmer!

stefanolix

Jeder Verkehrstote ist ein Toter zu viel. Wer sich mit der Statistik der Verkehrstoten befasst, sollte deshalb besondere Vorsicht walten lassen und alle Quellen prüfen. Der folgende Beitrag handelt von groben Fehlern, die dabei im Journalismus auftreten.


Die Zeitung »Die Welt« schreibt in der Überschrift eines aktuellen Artikels:

Zahl getöteter Radfahrer steigt dramatisch

Erschreckende Studie: Seit 2005 ist die Zahl getöteter Radfahrer im Straßenverkehr um die Hälfte gestiegen.

Um es kurz zu machen und um den Fahrradfahrern unter uns den Schrecken zu nehmen: Die Angabe in der Überschrift und in der Zusammenfassung des Artikels ist völlig falsch. Im Jahr 2014 kamen deutlich weniger Fahrradfahrer ums Leben als im Jahr 2005.


Im Text der »WELT« wird dann auch gar nicht mehr über die Anzahl geschrieben, sondern es wird eine ganz andere statistische Kennzahl dargestellt:

»Unter den Toten im Straßenverkehr ist der Anteil der Fahrradfahrer in den vergangenen zehn Jahren um…

Ursprünglichen Post anzeigen 447 weitere Wörter

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2 Gedanken zu “Schwarzmalen mit Unfallzahlen

  1. Wenn der Anteil der getöteten Radfahrer gesenkt werden soll, müssen eben mehr andere Verkehrsteilnehmer sterben. Wen schlagen wir vor? Motorradfahrer sind eh schon gebeutelt. Die Fußgänger wollen wir auch nicht opfern. Also lasst uns einfach die Autofahrer nehmen davon gibt es reichlich, möglichst die SUV-Fahrer! Was meint Ihr?

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